Claudia’s Mad Teaparty


Fotos
August 28, 2008, 12:44 am
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Es gibt zwar im Moment keine grossartigen Neuigkeiten, aber ich habe mich dazu aufgerafft einen Grossteil meiner Fotos hochzuladen. Diese sind ab sofort zu bestaunen unter http://picasaweb.google.com/bostoncalling !



Ferien in North Carolina (16. -21. August)
August 25, 2008, 6:12 am
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Am Samstag morgen bin ich mit meiner Gastfamilie schrecklich frueh (ca 6h) zum Bostoner Flughafen losgefahren. Von dort aus sollte es weiter nach Wilmington, North Carolina gehen, wo wir Anitas Eltern besuchen wollten.

An diesem Tag (wie haette es auch anders sein koennen) herrschte am Flughafen aber ein heilloses Chaos, so dass Anita schon in Panik gerat. Die Warteschlangen an den Schaltern schlaengelten sich schon bis nach draussen auf die Strasse, weil wohl irgend ein Systemfehler aufgetreten war und die Leute sich nicht selber einchecken konnten. Jedenfalls war es stressig! Im Endeffekt hat das aber dann doch alles ganz gut geklappt, weil wir zum Glueck unsere Sachen alle als Handgepaeck mitnehmen konnten und nicht in die laengsten Schlangen mussten. Von Boston sind wir erst mal ueber Philadelphia, Pennsylvania geflogen, so dass ich jetzt stolz verkuenden kann, dass ich in meinem ersten Monat in New Jersey, New York, Massachusetts, Rhode Island, Pennsylvania, North Carolina und South Carolina war.

Da sassen wir also in unserem kleinen Flieger von Philly nach Wilmington, als 10 Minuten vor unserer geplanten Landung eine Durchsage der Stewardess erklang. Von dem was sie sagte erinnere ich mich nur noch an einen Satz ganz genau: „It is my duty to let you know that we are declaring an emergency situation.“ Ach du …, das kann doch jetzt nicht wahr sein! Es gab ein Problem mit den Bremsklappen, die nicht richtig ausgefahren werden konnten. Das war nicht so gut, weil wir deswegen mit einer Geschwindigkeit von ca 180 Meilen/Stunde statt den normalen 100 Meilen/Stunde auf der Landebahn aufkamen. Dort rasten uns schon zwei Feuerwehrwagen hinterher fuer den Fall der Faelle. Die Landung war dann ziemlich heftig, aber natuerlich nichts im Vergleich zu dem was passieren haette koennen. Ich war dann auch reichlich erleichtert wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben!

In Wilmington holte uns Anitas Vater Paul in einem unverantwortlich riesigen Van ab und fuhr uns zu ihnen nach hause. Das Haus war in einer Wohnsiedlung mit Golfanlage, eine sogenannte Plantation und wunderschoen. Wo wir ankamen konnte ich wirklich nur noch staunen was drei aeltere Menschen (Anitas Eltern und ihre Oma) mit so einem enormen Auto und Haus wollen. Wobei ich im Nachhinein dazu sagen kann, dass es doch nicht so uebertrieben erscheint, da Anita noch 5 Geschwister mit Kindern hat und die Lebenskosten in dieser Gegend um einiges guenstiger sind als um Boston herum. Ausserdem will ich mich ja nicht beklagen, dass ich waehrend meinem Aufenthalt in einem grossen, schoenen Zimmer mit Queensizebett verbleiben durfte! ;-) Anitas Mutter Audrey war in der Zwischenzeit auch ganz schoen fleissig und hatte schon superleckeren Blueberry Pie und Muffins gebacken, das war wirklich goettlich. Abends sind wir dann noch durch die Plantation spaziert, wo es so viele schoene Haeuser gab und eine von der Plantation geteilte Fitness- und Golfanlage mit Haus direkt am Fluss (in dem es uebrigens Alligatoren geben soll). Krokodile habe ich keine gesehen, dafuer aber haufenweise Fledermaeuse und direkt neben dem Haus auch noch drei Rehe. Eine andere zoologische Besonderheit North Carolinas sind die „Chiggers“ vor denen ich gewarnt wurde. Ich habe bis heute nicht herausgefunden, wie man die auf deutsch nennt, aber auf jeden Fall sind es Parasiten, die dort im Gras sitzen und nichts ahnenden armen Menschen mit nackten Beinen auflauern. Denen bin ich zum Glueck nicht begegnet, dafuer wurde ich von Muecken aber total zerstochen.

Sonntag haben wir dann am Strand verbracht. Holden Beach ist naemlich ganz in der Naehe des Hauses gewesen und dort gab es auch ein Strandhaus mit Pool, dass zu der Plantation gehoerte. Der Strand war auch sehr schoen, nicht zu voll und sehr sauber. In North Carolina ist es oefters ein bisschen bewoelkt oder nebelig, so dass man die Kraft der Sonne nicht wirklich spuert. Das wurde mir natuerlich prompt zum Verhaengnis und ich habe mir gleich einen Sonnenbrand eingefangen.

Das war aber auch nicht weiter schlimm und dank viel Aloe Vera Gel konnte ich am naechsten Tag auch wieder viel Wasserspass in der Sonne geniessen. Da sind wir zu einem Park mit riesigen Wasserrutschen gegangen und das hat auch viel Spass gemacht. Danach sind wir noch Minigolf spielen gegangen und haben in einem ganz suessen kleinen Laden Eis gegessen. Dort gab es das vielleicht beste Eis was ich je gegessen habe unter dem vielversprechenden Namen „Death by Chocolate“. Abends gab es dann ein besonders leckeres Abendessen, ich habe an dem Abend naemlich zusammen mit Maegan zum ersten Mal selber Sushi gemacht. Das war eine ziemliche Fitzelarbeit, aber es hat lecker geschmeckt und mit ein bisschen Uebung ist es bestimmt auch garnicht mehr so aufwendig.

Am Dienstag haben wir einen Ausflug nach Newport gemacht, dem naechsten groesseren Ort in der Umgebung. Da sind wir ein bisschen spazieren gegangen und in einen Buecherladen, der gebrauchte Buecher fuer den halben Originalpreis verkauft hat. Da habe ich mir prompt ein schoenes Buch von Phillipe Labro zugelegt, ironischerweise einen Bestseller aus Frankreich (spielt aber in den USA). Spaeter sind wir dann wieder mal in den Pool gehuepft und beim Abendessen bestand Paul (Anitas Vater) darauf mir eine Uebersicht der letzten vier Generationen der Kennedyfamilie und der Skandale, die jeder von ihnen zustande gebracht hat zu vermitteln. Es war auf jeden Fall interessant und die Eltern von Anita waren wirklich total lieb und gastfreundlich zu mir.

Den naechsten Tag verbrachten wir in Myrtle Beach. Das ist ein Touristenmecca gerade ueber der Staatsgrenze in South Carolina. Da gibt es ganz viele Touristengeschaefte und Attraktionen. Wir haben aber hauptsaechlich nur rumgeschaut. In einem Suessigkeitenladen kam ich dann noch in den Genuss von exotischen Erfindungen wie Salzbrezeln in Joghurtmantel oder mit Schokolade beschichteten Gummibaerchen (beides nicht so ganz mein Fall). Hauptsaechlich waren wir aber bei Build a Bear, einem Laden in dem man Kuscheltiere kaufen kann, aber gaaanz besonders. Da sucht man sich einen aus und den laesst man sich dann selber fuellen, dann steckt man ein kleines Herz hinein, foehnt und buerstet ihm sein Pelz und gibt ihm schliesslich einen Namen am PC. Daraufhin bekommt man fuer sein neues Kuscheltier dann eine Geburtsurkunde ausgestellt. Jedenfalls sehr niedlich gemacht und es ist bei meiner Gastfamilie eine Tradition, dass sie dort mit jedem Au Pair hingehen und ein Kuscheltier kaufen, dass dann ein Geschwisterlein fuer Audreys Kuscheltiere wird. So kam ich dann zu meinem neuen, total suessen Baerlein namens Mister Bubbels. Audrey fand ihn am Ende so schoen, dass sie den gleichen gekriegt hat. ;-) Auf dem Rueckweg ist Jeff extra noch bei CVS (die Apotheke/Drogerie hier) reingerannt und hat mir Antibakterielle Salbe, Cortison und eine grosse Packung Pflaster gekauft, weil mich die ganzen Muecken dort liebend gern verspeist haben, voll lieb von ihm, gell? Abends haben wir dann noch eine Geburtstagstorte verspeist, weil Paul ein paar Tage spaeter Geburtstag hatte, die ich gemacht hatte (ok, ok, es war eine Fertigpackung, aber ich habe sie besonders schoen verziert!) ;-)

Am Donnerstag war es dann wieder Zeit fuer die Heimreise und ich fand es schon ein wenig traurig den Sueden hinter mir zu lassen. Es war stickig heiss (ich habe am Thermometer mal 93F, also 34C gesehen!), im Grass lauern Parasiten, in der Luft Muecken und man muss ueberall wo man hin will ewig lange mit dem Auto fahren, aber irgendwie fand ich’s trotzdem toll. Die Menschen waren total freundlich und haben sich auch die Zeit genommen mit einem zu reden, im Garten habe ich mehrere Kolibris gesehen, der Strand war toll, der Akzent dort gefaellt mir, die lockere Lebenseinstellung, die ganzen suessen Strandlaeden, dass alles so schoen billig ist im Vergleich zu Boston,… Ich kann nur sagen, es war die Notlandung voll und ganz wert, ich bin sehr dankbar dafuer, dass ich noch einen ganz anderen Teil der USA kennenlernen durfte und irgendwann komme ich sicher wieder.

Ganz liebe Gruesse nach Bruessel, nach Deutschland und in alle Welt,

Claudia

Bei naechster Gelegenheit werde ich mich auch mal dazu aufraffen wenigstens ein paar meiner Bilder hochzuladen, aber das dauert mit dem alten Laptop alles so lange…



Kurzer Bericht vom 2. bis 16. August ;-)
August 25, 2008, 2:29 am
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Am Samstag (2/8 ) kam mein Gastpapa Jeff endlich von seiner Dienstreise in China zurueck und mit dem versteh ich mich auch ziemlich gut! Er ist sehr kommunikativ, aber was er erzaehlt ist auch meistens interessant (ausser gestern, als er mir 20 min die einzig wahre Art des Reis kochens erlaeutern wollte). Es wurde ja auch Zeit die gesammte Gastfamilie kennen zu lernen. Ich komme immer noch mit allen sehr gut klar und ich glaube eine bessere Familie haette ich kaum erwischen koennen!

Am Sonntag hatte ich mein erstes „Clustermeeting“. Da treffen sich alle Au Pairs aus der Gegend mit der Verantwortlichen der Organisation und unternehmen gemeinsam etwas. Dieses Mal waren wir auf einer Whale Watching Cruise, die am Bostoner Hafen losging. Das war auch alles ganz schoen, blos begann es dann nach ca 10 Minuten an zu regnen und so auf offener See war es auch ganz schoen kalt. Jedenfalls kamen wir dann nach einer 3/4Stunde dort an wo die Wale sein sollten. Da wurden wir dann dafuer, dass wir uns so lange den Arsch abfrieren mussten mit dem Anblick von viiiielen schoenen Walen entschaedigt.

Am Montag hatte Jeff dann noch frei und ist mit Audrey und mir in Somerville meine Social Security Number beantragen, Lunch essen und in einem Liquer Shop Biersorten bestaunen gegangen. Er ist naemlich ein begeisterter Hobbybierbrauer und hat sich auch total ueber die Bierglaeser und das Bierbuch das ich ihm geschenkt hab gefreut.
Audrey hatte in dieser Woche keine Day Camps mehr, so dass ich mir immer was ueberlegen musste um sie zu beschaeftigen, oder von dem Fernseher loszuloesen. Das hat aber auch alles recht gut geklappt. An einem Tag habe ich eine Freundin von Audrey zu einem Playdate eingeladen, sodass sich die beiden Zwerge jetzt ganz gut im Garten austoben konnten und ich mich solange um andere Sachen kuemmern konnte.
Dann hatte ich auch noch ein „Au Pair Date“ geplant. Da bin ich mit Audrey in das Museum of Science gegangen mit noch zwei anderen Au Pairs, die auch ihre Gastkinder mitgenommen haben. Unsere hostkids haben sich ganz toll verstanden und da konnten wir uns dann unterhalten waehrend die Kleinen durch das Museum gewuselt sind. Von den Ausstellungen habe ich aber nicht viel mitbekommen, obwohl es sicher interessant gewesen waere. Es waren aber auch so viele Kinder mit Day Camps und so unterwegs, dass ich auch keine Lust gehabt haette mich dazwischen zu zwaengen. So ist die Zeit aber geflogen und das war ein volles Tagesprogramm.


Freitag abends sind wir dann noch mit dem Bus zur Cambridgeside Galleria gefahren, das ist eine grosse Shoppingmall, also ein Einkaufszentrum. Solche Einkaufszentren gibts in Europa aber glaube ich gar nicht, da kann man nur noch schauen und staunen! Die untere Etage hat ganz viele Essensstaende, da kann man alles essen, worauf man gerade Lust hat: Italienisch, Mexicanisch, Thailaendisch, Japanisch,… Die naechsten paar Etagen gibts dann sooo viele Geschaefte, dass man wohl mehrere Tage brauchen wuerde da alles anzugucken. Dazu hatte ich nach der langen Woche aber auch garkeine Lust mehr und so haben wir nur Windowshopping gemacht und was gegessen. Ich habe hier im Haus noch keine Waage gefunden, aber es gibt hier so viele leckere Cookies und Brownies und Muffins und was weiss ich nicht alles. Ich glaube, zu Weihnachten wuensch ich mir ein Abo beim Fitnesscenter. Am Freitag hatte es aber leider gerade wo ich zur Bushaltestelle gelaufen bis total angefangen zu giessen, sodass meine Jeans, Socken und Schuhe total durchweicht waren. Das war wirklich ekelig. So einen Regen habe ich echt noch nie gesehen. Hier schlaegt das Wetter naemlich \von einer Sekunde zur naechsten komplett um und wenn es regnet, dann ist das kein Nieselregen und sondern eine regelrechte Flut, bei der sich an den Strassenseiten kleine Fluesse bilden. Das kann man sich garnicht so richtig vorstellen, aber es ist echt extrem und es gibt auch ziemlich oft „thunderstorm warning“! Naja, ich hatte trotzdem viel Spass.

Meine Gastfamilie ist an dem Wochenende mal wieder segeln gegangen und da sind sie am Samstag losgefahren nach Rhode Island, wo die Schwester von Anita wohnt mit der sie sich das Boot teilen. Ich bin waehrenddessen mit Sara nach Boston reingefahren und das war echt total schoen. Jedenfalls sind wir durch die Stadt gewandert und haben bei dem schoenen Wetter sightseeing gemacht. Boston gefaellt mir echt total gut und ich habe das Gefuehl, obwohl wir schon ganz viele historische Gebaeude erforscht haben, haben wir nur einen Bruchteil gesehen. Ich werde im September dann ein paar geleitete Stadtbesichtigungen mitmachen, jetzt ist es alles noch zu sehr ueberflutet mit Touristen. Abends ist Sara dann noch zu mir mitgekommen und wir haben zusammen Sushi gegessen und eine Komoedie angeschaut (man muss es schliesslich ausnuetzen, wenn der Fernseher mal frei ist und man niemanden damit stoeren kann!).


Am Sonntag bin ich dann wieder nach Boston reingefahren. Morgens war der Himmel noch strahlend blau und wir sind gemuetlich durch den Boston Common geschlendert (das ist ein grosser Park mit Teich mitten in Boston). Nachdem wir dann erstmal Ziellos durch die Innenstadt spaziert sind fing es ploetzlich wie aus heiterem Himmel an zu schuetten, wie am Freitag, nur noch schlimmer. Waehrenddessen habe ich Svenja dann erstmal zu Filene`s Basement geschleppt, das ist ein gaaaanz tolles Geschaeft von dem ich auch schon mal gelesen hatte und deswegen unbedingt rein wollte. Ich musste ausserdem schliesslich meine ersten beiden Paychecks feiern! Das hat sehr viele schoene Kleider ziemlich weit runtergesetzt. Da habe ich mich dann neu eingedeckt, weil ich ja nur ganz wenige Kleider mitgebracht hatte und dummerweise einen Teil davon auch noch in der Waesche verfaerbt hatte… An dem Kleiderdisaster war ich selber Schuld, ich habe ein rotes Tshirt mitgewaschen. Naja, Lektion fuers naechste Mal… Ach eins muss ich dazu noch erzaehlen: in der Waesche war auch so ein Kinderhandtuch mit Kapuze von Audrey, das war dunkelgruen und in Froschform. Jedenfalls wurde das gruen gemischt mit dem rot zu so ein komischen braunton. Da sass ich dann mit ihr im Wohnzimmer und lege die Sachen zusammen und ploetzlich wendet Audrey die Augen vom Fernseher ab und zieht ganz entgeistert ihr Froschhandtuch aus dem Waeschekorb. Dann schaut sie mich mit grossen Augen an und sagt ganz vorwurfsvoll zu mir „Claudia, look at my frog!“. Daraufhin musste ich ihr dann sagen „ I`m very sorry Audrey, but Froggy is a bear now…“ Damit hat sie sich dann zufrieden gegeben, aber ihr Blick war sooo suess!

Obwohl wir uns extra Regenschirme gekauft hatten, haben die uns auch nicht mehr viel geholfen, weil es einfach so doll geregnet hat, dass wir trotzdem nach ein paar Minuten durchweicht waren. Auf dem Rueckweg bin ich dann noch klatschnass bei Sara reingeplatzt. Ihre Gasteltern waren naemlich nicht da und da haben wir bei ihr DVDs geguckt und Pizza gegessen (waehrend ich mein Zeug in ihren Trockner schmeissen konnte). Das war auch lustig und so habe ich das Wochenende dann auch voll ausgekostet.

Nachdem ich Audrey waehrend der letzten Woche die ganze Zeit hatte habe ich meine Gasteltern mal darauf angesprochen wie das diese Woche sein sollte. Ich habe ihnen dann gesagt, dass es ja nett ist Zeit mit Audrey zu verbringen, aber das mir nach der letzten Woche langsam die Ideen ausgehen und wenn beide normal arbeiten ich dann eine 55 Stunden-Woche haette. Eigentlich wollte ich ja blos ein paar Anregungen haben, was ich mit Audrey machen koennte oder mit wem man Playdates organisieren koennte. Anita hat Audrey aber dazu ueberredet, dass sie diese Woche noch ein Day Camp macht, jetzt habe ich wieder von 9 bis 4 meine Ruhe und doch wieder eine entspannende Woche. Hier gibts halt irgendwie nur so lange Daycamps, soviel Freizeit haette ich gar nicht verlangt, aber ich bin doch ganz froh, dass ich mir diese Woche keine neuen Activities fuer Audrey ausdenken muss.

Im naechsten Besuch folgt der Reisebericht von North Carolina, versprochen!



10 Tage in den Staaten!
August 1, 2008, 11:12 pm
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Meine liebsten Blogleser,

Bitte entschuldigt, dass ich mich nicht schon frueher gemeldet habe, ich habe schon ganz schlechtes Gewissen! Ich war in letzter Zeit einfach ziemlich beschaeftigt damit mich hier einzuleben und bei so viel neuem weiss ich garnicht wo ich anfangen soll zu erzaehlen!

Damit meinen Bericht komplett ist fange ich mit dem Flug von Bruessel in die Staaten an. Am Morgen des 21. Juli war es dann soweit: Der Flug nach Newark, New Jersey stand an. Von Bruessel aus bin ich erstmal nach Frankfurt geflogen, wo ich mehrere Stunden Aufenthalt hatte. Dort habe ich auch gleich eine grosse Truppe anderer Au Pairs getroffen, die auf dem gleichen Flug waren. Die meisten unter ihnen waren zwar keine wirklichen Gespraechspartner, weil sie auch total uebermuedet waren, aber irgendwie war es aber trotzdem beruhigend nicht alleine unterwegs zu sein. Der Flug nach Newark verlief wie geplant: 8 Stunden der verkrampften Langeweile. Eine Stunde davon verbrachten wir mit dem Ausfuellen der Dokumente fuer die USA Immigration. Mit diesen Zetteln wurden wir dann am Flughafen nochmal durch enorme Menschenschlangen gelotst um unsere Visa zu kontrollieren.

Dann ging es weiter zum Sheraton Hotel, einem enormen Block mit schicken Konferenzraeumen. Da habe ich mir das Zimmer mit zwei anderen Deutschen Au Pairs geteilt. Das war auch ganz nett, aber es waere wohl interessanter gewesen mit Leuten aus anderen Laendern aufgeteilt zu sein. Die Orientation selbst war mittelmaessig, die Leiterinnen waren zwar nett, aber viele Sachen waren fuer mich einfach nicht so von Bedeutung, weil meine Hostkids altersmaessig eindeutig ueber dem Durchschnitt liegen mit 9 und 14. Ausserdem hatten sie die Raeume auf Kuehlschranktemperaturen runtergekuehlt, damit wir mit unserem Jetlag nicht einschlafen. Und die meisten Konferenzraeume hatten auch garkeine Fenster, was irgendwie ziemlich bedrueckend war. Aber wir haben auch einen Erste Hilfe Kurs gehabt, der ganz interessant war und die New York City Tour habe ich natuerlich auch genossen. Nach dem Unterricht, also um ca 17h haben wir naemlich noch eine Bustour durch New York gemacht und das war echt beeindruckend! Sehr viel haben wir natuerlich nicht gesehen, weil die Zeit dafuer einfach zu knapp war, aber ich moechte auf jedenfall nochmal zurueck nach New York. Die Luft war ziemlich ekelig stickig, aber die Gebaeude und die Ausstrahlung der Stadt machen das wieder wett!

Am Donnerstag war dann unser Abreisetag, an dem ich von Newark nach Boston fliegen sollte. Zum Glueck waren wieder mehrere andere Aupairs mit mir auf den Flug, denn der verlief nicht ganz ohne Schwierigkeiten. In Boston gab es naemlich gerade einen grossen Sturm, sodass unser Flieger nicht abheben konnte. Wir mussten also eine Stunde laenger warten bis wir einsteigen konnten und als dann alle im Flugzeug waren kam eine Umsage: „Wir koennen leider immer noch nicht losfliegen, da in Boston keine Flugzeuge landen koennen.“ So sassen wir dann da, nicht wissend wann es denn endlich losging und ob es denn ueberhaupt losgehen wuerde oder ob unser Flug gestrichen wurde. Im endeffekt warteten wir nochmal zwei im Flugzeug und kamen mit ueber drei Stunden verspaetung in Boston an. Ich war allerdings so erleichtert, dass unser Flug nicht gestrichen wurde, dass ich das nicht sooo schlimm fand. Meine Gastfamilie hatte ich vor dem Abflug nochmal angerufen und vorgewarnt, sodass sie regelmaessig im Internet nachschauten, wann ich wohl ankommen wuerde. Am Flughafen erwarteten sie mich dann schon: A.T. (Gastmama), M. (14J) und A. (9J). J., mein Gastvater konnte leider nicht dabei sein, weil er auf einer Geschaeftsreise in China ist und erst diesen Sonntag wiederkommt. Jedenfalls haben sie alle drei einen lieben Eindruck gemacht und mich gleich umarmt.

Inzwischen war es aber schon so spaet, dass es nachdem wir nach Hause gefahren waren und ich was gegessen hatte schon Zeit um schlafen zu gehen war. Am Freitag und am Wochenende sollte A.T. mich auf den Job vorbereiten. Sie hat mich also das Haus und die Gegend gezeigt und wir haben Papierkram erledigt. Am Freitagabend kamen dann Tina (meine Vorgaengerin) und ihre Familie zum Abendessen. Das war ein bisschen komisch, aber im Endeffekt hatten doch alle Spass und ich habe mich mit ihr auch gut verstanden.

Am Samstag bin ich mit meiner Gastfamilie und Anita`s Schwester D. und Mann J. segeln gegangen in Bristol, Rhode Island. Auf dem Weg dorthin haben wir uns ein bisschen verfahren, aber ich habe dann Karte gelesen und dafuer viel von der Landschaft gesehen. In den paar Tagen habe ich jetzt naemlich schon New Jersey, New York, Massachusetts und Rhode Island gesehen, nicht schlecht oder? Das Segeln an sich war ganz lustig, allerdings war es mir ein bisschen zu windig, das hat uns ganz schoen durchgeschaukelt! Dafuer konnte ich jetzt wunderbar im Meer schwimmen und das hat diesen Sommer noch gefehlt. Ausserdem ist fuer mich eigentlich eh die Hauptsache, dass meine Gastfamilie mich eingeladen hat mitzukommen.

Mit den beiden Maedels komme ich bisher auch schon ziemlich gut zurecht. Mit der Grossen verstehe ich mich super, da ist der Altersunterschied nicht so gross und sie kann ich eher als Freundin behandeln. Wenn ich das mache tut sie sowieso eher das um was ich sie bitte als wenn ich versuchen wuerde sie herumzukommandieren. Die Kleine ist ein bisschen schwieriger. Sie ist zwar auch lieb und kann richtig suess sein, aber manchmal ist sie sehr anstrengend. Ich glaube, dass sie gerne provoziert und von ihren Mum ein bisschen verwoehnt wird. Aber wenn ich mit ihr alleine bin ist sie fast immer sehr lieb. Ausserdem kann ich mich echt nicht beklagen, ich habe so viele Geschichten gehoert, dass Kinder neue Au Pairs erst immer testen und ablehnen und davon habe ich bisher noch nichts gemerkt. Die Maedels spielen gerne mit mir und helfen mir auch wenn ich sie um etwas bitte. Es laeuft also bisher alles ganz gut.

Diese Woche war meine erste echte Arbeitswoche. Bisher war die allerdings lockerer als die naechsten sein werden, da beide Maedels in Day Camps (Ferienlager) beschaaeftigt sind. Das heisst im Endeffekt wecke ich sie, helfe ihre Sachen zu packen und schau das sie was essen. Dann bringt Anita sie weg und ich habe frei bis M. um 16h wieder nachhause kommt. Wenn A.T. und A. um 17h nachhause kommen spiele ich ein bisschen mit A. und helfe mit dem Abendessen. Also eigentlich muss ich im Moment noch nicht wirklich arbeiten. Ich fuehle mich schon fast ein bisschen schlecht dabei, weil A.T. sich immer so bei mir bedankt wenn ich irgendetwas fuer sie mache, weil ich ja eigentlich bis 45 Stunden die Woche arbeiten koennte und im Moment sind es kaum mehr als 20. Naja, ich sollte mich besser nicht beklagen, denn nach dieser Woche haben die Maedchen garkeine Camps mehr und muss ich mir also was ueberlegen, wie ich sie die naecsten Wochen jeden Tag beschaeftige.

Ich habe meine viele Freizeit diese Woche schon recht gut genuetzt und soviel wie moeglich unternommen. Leider habe ich ja im Moment kein Auto. Ich hoffe, dass J. wenn er nachhause kommt ein bisschen Zeit hat fuer solche Probleme. Dann koennte ich auch mehr mit den Kindern unternehmen… Naja, jedenfalls habe ich die Zeit trotzdem gut genuetzt: Ich war schon ein paar Mal in Cambridge (dem groesseren Nachbarort) wo ich die wunderschoene Harvarduniversitaet angeguckt habe und im JF KennedyPark spaziert bin. Und natuerlich habe ich das kleine, aber feine Belmont erforscht: Ich war schon im Pool, habe mir eine Bibliothekskarte besorgt und Buecher und Filme ausgeliehen. Dann war ich bei der Bank of America und habe mir ein gratis Studentenkonto einrichten lassen. Ausserdem war eine Frau der Aupairorganistion schon bei mir zu Besuch um alles zu besprechen und ich habe mich auch schon mit anderen Au Pairs aus der Gegend verabredet. Die T.s haben mir auch schon eine Kreditkarte gegeben und am Montag bekomme ich meine Debitkarte von meinem eigenen Konto. Ach und ich habe ein neues Handy mit Vertrag bekommen, weil mein altes hier nicht richtig funktionieren wuerde (man koennte keine Karte reintun). Mir soll`s recht sein, es kam naemlich gratis mit dem Vertrag und ist wunderschoen gruen. Garnicht schlecht fuer die eine Woche wo ich hier wohne, gell?!

Hier ist es immernoch ganz schoen heiss (ca 30C) und das ist manchmal doch ziemlich anstrengend. A.T. meinte es wird im August auch noch heisser! Aber J. hat eine Klimaanlage gekauft zum in mein Zimmer einbauen, ich hoffe er hat bald Zeit dazu…

Mir geht es bisher hier also wirklich gut! Meine Gastfamilie ist topp: Sie geben sich echt Muehe, dass ich mich wohl fuehle und A.T. hat auch schon gesagt, ich darf mit dem Zimmer alles moegliche anstellen und umdekorieren, wenn ich mich dann wohler fuehle. Und sie ist ganz begeistert von dem Gedanken, dass ich das Bad huebscher gestalten koennte (aber im moment habe ich fuer solche Projekte selbst auch keine Zeit, das muss wohl warten bis die Maedels im September wieder in die Schule gehen). Die Gegend hier gefaellt mir auch echt gut, es sieht alles genauso aus wie in den Amerikanischen Filmen! Wobei ich bisher glaube ich nur die huebschesten Eckchen gesehen habe, da Belmont und Cambridge zu den reichesten Vororten Boston`s gehoeren.

Naja, das war jedenfalls mein erster Bericht von meiner Einlebungsphase ueber dem grossen Teich, ist doch laenger geworden als erwartet. Ich halte dich auf jeden Fall auf dem laufenden was sich hier so tut. Und wenn ich mal laenger keine Zeit finde zu schreiben, dann wird der naechste Brief dafuer umso spannender!

Jetzt muss ich mich mal verabschieden, ich muss heute naemlich A. von ihrem Aquariumcamp in Boston abholen. Ob wohl jemand diesen Bericht bis zum Ende gelesen hat?! :-)



Update zum Ende der Schulkarriere
Juli 3, 2008, 6:55 pm
Abgelegt unter: Vorbereitung | Schlagwörter: ,
Currently listening to: José González - Heartbeats

Hallo meine Lieben, hallo Welt!

Eigentlich wollte ich mir ja den Blog aufheben für wenn ich dann wirklich über’m Teich bin und viele spannende Dinge zu berichten habe. Heute allerdings war ich der Meinung, ich könnte mal eine Ausnahme machen. Und ich habe sogar gute Gründe:

1. Ich habe meine Fluginformationen noch nicht der Welt mitgeteilt,

2. Dank meiner WeisheitszahnOP vorgestern sitze ich eh nur mit dicken Backen hier rum und trau mich nicht aus dem Haus ;-) ,

3. Es ist ein Experiment in wie weit ich Fotos verlinken kann,

4. Kris hat mich dazu aufgefordert ;-)

Bei mir sind es heute noch 18 Tage bis zu meinem Flug in die Staaten, noch ein Tag bis zu der Zeugnisausreichung und noch 3 Tage bis zu meiner großen Familienbesuchstour. Ich kann es immer noch nicht so ganz glauben, dass es nicht einmal mehr drei Wochen sind, bis ich das hier alles hinter mir lassen werde…

Hier sind jedenfalls die Daten dazu:

Brussels to Frankfurt

Flight 1

Monday, 21 July 2008

Departure:

08:50 AM

Brussels, Belgium

Brussels National

Arrival:

09:50 AM

Frankfurt, Germany

Frankfurt International

Duration:

1:00h

Frankfurt to Newark

Flight 2

Monday, 21 July 2008

Departure:

01:15 PM

Frankfurt, Germany

Frankfurt International

Arrival:

03:40 PM

Newark, USA

Newark Liberty International

Duration:

8:25h

Aus den letzten Tagen vor dem Flug versuche ich auf alle Fälle noch so viel rauszuholen wie möglich. Naja gut, jetzt gerade hält mein Kiefer mich von grösseren Unternehmen ab, aber dafür war ich noch last minute sightseeing in Brugge, Gent und Leuven vor diesem Unglückstag, der mich mit kalten Wickeln vor den Fernseher verbannte! Und bei dieser Gelegenheit werde ich gleich mal testen in wie weit WordPress und Flickr kooperieren wollen. Wenn alles gut geht solltet ihr bei Interesse jedenfalls die Fotos sehen können. ;-)

Brugge und Gent: Link zu Flickr

Das war’s mal wieder von mir, aber bis zum Abflug gibt’s bestimmt noch einen Abschiedseintrag aus good old Europe. :-)

*** Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten (und ja Uta, ich schaue in deine Richtung)***



Der berühmt/berüchtigte Botschaftsbesuch
Mai 12, 2008, 11:39 pm
Abgelegt unter: Vorbereitung | Schlagwörter: , ,

Am letzten Mittwochmorgen hatte ich meinen Termin bei der Amerikanischen Botschaft um mein Visum ausgestellt zu bekommen. Doch damit es erst einmal soweit kam, hatte ich mich schon durch einen ganzen Haufen an verschiedensten Formularen arbeiten müssen, besondere 5X5cm Passfotos machen lassen und satte 89€ Bearbeitungskosten hinblättern dürfen. Für den Anruf um einen Termin zu vereinbaren kamen dann noch einmal 15€ hinzu. Schrecken die Amerikaner so die Anrufer mit den blödesten Fragen ab? War es in Wirklichkeit eine Spende für die Abhöragenten der CIA? Oder sind sie einfach nur geldgeil? Wer weiß.

Vom Bahnhof Bruxelles Luxembourg hatte ich mich jedenfalls umsonst gehetzt, denn vor der Botschaft stand noch eine ordentliche Schlange. Auch die Sorge ich könnte das Gebäude übersehen war völlig unbegründet, Stacheldraht, Polizisten und natürlich mehrere große Fahnen wiesen mir schon von weitem den richtigen Weg. Nachdem sowohl ich wie auch meine Tasche wie beim Flughafen gründlichst mit Metalldetektoren untersucht wurden durfte ich dann zu den Schaltern in eine neue Schlange anstehen. Am ersten Schalter lieferte ich einfach meinen Stapel mit Dokumenten ab. Wieder Warteschlange… Beim zweiten wurden Fingerabdrücke von allen meinen Fingern genommen. Wieder Warteschlange… Beim dritten fand dann noch ein Mini-Interview statt („Du gehst also nach Massachusetts?“, „Auf wieviele Kinder wirst du aufpassen?“, „Okay, viel Spaß!“) und es wurde noch ein letztes Mal ein „Verification Fingerprint“ gemacht.

Somit konnte ich also beruhigt wieder nachhause aufbrechen und schon am Freitag fand ich meinen Pass wohlauf (wenn auch lieblos durchgetackert) samt schickem Visum wieder in meinem Briefkasten.

Das war also eine meiner letzten Hürden auf dem Weg nach Amerika. Jetzt liegt es an der Organisation meinen Flug zu buchen und ganz nebenbei mache ich noch schnell Abi. ;-)

Bis Juli wird sich auf diesem Blog also nicht viel tun, ab dem 24.07.08 sind dann die ersten Berichte aus den Staaten zu erwarten. :-D



Langsam wird’s ernst…!
Mai 12, 2008, 10:12 pm
Abgelegt unter: Vorbereitung | Schlagwörter: ,

Aktueller Stand der Dinge:

Entscheidung für ein Au Pair-Jahr mit AuPairCare (Juli 2007)

Anmeldung bei der Agentur und Kurzbewerbung (August 2007)

Ausführliche Bewerbung im Aupairroom (Dezember 2007)

Ayusa’s Interview in Köln (Dezember 2007)

Gastfamilie gefunden – privat über Greataupair.com (Februar 2008 )

Führerscheinprüfung bestanden (März 2008 )

Termin bei der US embassy und Visum (Mai 2008 ) 

Abitur bestehen

Predeparture project erstellen

Am 21.07.08 nach NYC fliegen zur Orientation

Am 24.07.08 in Belmont, MA bei der Gastfamilie einziehen