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Meine liebsten Blogleser,
Bitte entschuldigt, dass ich mich nicht schon frueher gemeldet habe, ich habe schon ganz schlechtes Gewissen! Ich war in letzter Zeit einfach ziemlich beschaeftigt damit mich hier einzuleben und bei so viel neuem weiss ich garnicht wo ich anfangen soll zu erzaehlen!
Damit meinen Bericht komplett ist fange ich mit dem Flug von Bruessel in die Staaten an. Am Morgen des 21. Juli war es dann soweit: Der Flug nach Newark, New Jersey stand an. Von Bruessel aus bin ich erstmal nach Frankfurt geflogen, wo ich mehrere Stunden Aufenthalt hatte. Dort habe ich auch gleich eine grosse Truppe anderer Au Pairs getroffen, die auf dem gleichen Flug waren. Die meisten unter ihnen waren zwar keine wirklichen Gespraechspartner, weil sie auch total uebermuedet waren, aber irgendwie war es aber trotzdem beruhigend nicht alleine unterwegs zu sein. Der Flug nach Newark verlief wie geplant: 8 Stunden der verkrampften Langeweile. Eine Stunde davon verbrachten wir mit dem Ausfuellen der Dokumente fuer die USA Immigration. Mit diesen Zetteln wurden wir dann am Flughafen nochmal durch enorme Menschenschlangen gelotst um unsere Visa zu kontrollieren.
Dann ging es weiter zum Sheraton Hotel, einem enormen Block mit schicken Konferenzraeumen. Da habe ich mir das Zimmer mit zwei anderen Deutschen Au Pairs geteilt. Das war auch ganz nett, aber es waere wohl interessanter gewesen mit Leuten aus anderen Laendern aufgeteilt zu sein. Die Orientation selbst war mittelmaessig, die Leiterinnen waren zwar nett, aber viele Sachen waren fuer mich einfach nicht so von Bedeutung, weil meine Hostkids altersmaessig eindeutig ueber dem Durchschnitt liegen mit 9 und 14. Ausserdem hatten sie die Raeume auf Kuehlschranktemperaturen runtergekuehlt, damit wir mit unserem Jetlag nicht einschlafen. Und die meisten Konferenzraeume hatten auch garkeine Fenster, was irgendwie ziemlich bedrueckend war. Aber wir haben auch einen Erste Hilfe Kurs gehabt, der ganz interessant war und die New York City Tour habe ich natuerlich auch genossen. Nach dem Unterricht, also um ca 17h haben wir naemlich noch eine Bustour durch New York gemacht und das war echt beeindruckend! Sehr viel haben wir natuerlich nicht gesehen, weil die Zeit dafuer einfach zu knapp war, aber ich moechte auf jedenfall nochmal zurueck nach New York. Die Luft war ziemlich ekelig stickig, aber die Gebaeude und die Ausstrahlung der Stadt machen das wieder wett!
Am Donnerstag war dann unser Abreisetag, an dem ich von Newark nach Boston fliegen sollte. Zum Glueck waren wieder mehrere andere Aupairs mit mir auf den Flug, denn der verlief nicht ganz ohne Schwierigkeiten. In Boston gab es naemlich gerade einen grossen Sturm, sodass unser Flieger nicht abheben konnte. Wir mussten also eine Stunde laenger warten bis wir einsteigen konnten und als dann alle im Flugzeug waren kam eine Umsage: „Wir koennen leider immer noch nicht losfliegen, da in Boston keine Flugzeuge landen koennen.“ So sassen wir dann da, nicht wissend wann es denn endlich losging und ob es denn ueberhaupt losgehen wuerde oder ob unser Flug gestrichen wurde. Im endeffekt warteten wir nochmal zwei im Flugzeug und kamen mit ueber drei Stunden verspaetung in Boston an. Ich war allerdings so erleichtert, dass unser Flug nicht gestrichen wurde, dass ich das nicht sooo schlimm fand. Meine Gastfamilie hatte ich vor dem Abflug nochmal angerufen und vorgewarnt, sodass sie regelmaessig im Internet nachschauten, wann ich wohl ankommen wuerde. Am Flughafen erwarteten sie mich dann schon: A.T. (Gastmama), M. (14J) und A. (9J). J., mein Gastvater konnte leider nicht dabei sein, weil er auf einer Geschaeftsreise in China ist und erst diesen Sonntag wiederkommt. Jedenfalls haben sie alle drei einen lieben Eindruck gemacht und mich gleich umarmt.
Inzwischen war es aber schon so spaet, dass es nachdem wir nach Hause gefahren waren und ich was gegessen hatte schon Zeit um schlafen zu gehen war. Am Freitag und am Wochenende sollte A.T. mich auf den Job vorbereiten. Sie hat mich also das Haus und die Gegend gezeigt und wir haben Papierkram erledigt. Am Freitagabend kamen dann Tina (meine Vorgaengerin) und ihre Familie zum Abendessen. Das war ein bisschen komisch, aber im Endeffekt hatten doch alle Spass und ich habe mich mit ihr auch gut verstanden.
Am Samstag bin ich mit meiner Gastfamilie und Anita`s Schwester D. und Mann J. segeln gegangen in Bristol, Rhode Island. Auf dem Weg dorthin haben wir uns ein bisschen verfahren, aber ich habe dann Karte gelesen und dafuer viel von der Landschaft gesehen. In den paar Tagen habe ich jetzt naemlich schon New Jersey, New York, Massachusetts und Rhode Island gesehen, nicht schlecht oder? Das Segeln an sich war ganz lustig, allerdings war es mir ein bisschen zu windig, das hat uns ganz schoen durchgeschaukelt! Dafuer konnte ich jetzt wunderbar im Meer schwimmen und das hat diesen Sommer noch gefehlt. Ausserdem ist fuer mich eigentlich eh die Hauptsache, dass meine Gastfamilie mich eingeladen hat mitzukommen.
Mit den beiden Maedels komme ich bisher auch schon ziemlich gut zurecht. Mit der Grossen verstehe ich mich super, da ist der Altersunterschied nicht so gross und sie kann ich eher als Freundin behandeln. Wenn ich das mache tut sie sowieso eher das um was ich sie bitte als wenn ich versuchen wuerde sie herumzukommandieren. Die Kleine ist ein bisschen schwieriger. Sie ist zwar auch lieb und kann richtig suess sein, aber manchmal ist sie sehr anstrengend. Ich glaube, dass sie gerne provoziert und von ihren Mum ein bisschen verwoehnt wird. Aber wenn ich mit ihr alleine bin ist sie fast immer sehr lieb. Ausserdem kann ich mich echt nicht beklagen, ich habe so viele Geschichten gehoert, dass Kinder neue Au Pairs erst immer testen und ablehnen und davon habe ich bisher noch nichts gemerkt. Die Maedels spielen gerne mit mir und helfen mir auch wenn ich sie um etwas bitte. Es laeuft also bisher alles ganz gut.
Diese Woche war meine erste echte Arbeitswoche. Bisher war die allerdings lockerer als die naechsten sein werden, da beide Maedels in Day Camps (Ferienlager) beschaaeftigt sind. Das heisst im Endeffekt wecke ich sie, helfe ihre Sachen zu packen und schau das sie was essen. Dann bringt Anita sie weg und ich habe frei bis M. um 16h wieder nachhause kommt. Wenn A.T. und A. um 17h nachhause kommen spiele ich ein bisschen mit A. und helfe mit dem Abendessen. Also eigentlich muss ich im Moment noch nicht wirklich arbeiten. Ich fuehle mich schon fast ein bisschen schlecht dabei, weil A.T. sich immer so bei mir bedankt wenn ich irgendetwas fuer sie mache, weil ich ja eigentlich bis 45 Stunden die Woche arbeiten koennte und im Moment sind es kaum mehr als 20. Naja, ich sollte mich besser nicht beklagen, denn nach dieser Woche haben die Maedchen garkeine Camps mehr und muss ich mir also was ueberlegen, wie ich sie die naecsten Wochen jeden Tag beschaeftige.
Ich habe meine viele Freizeit diese Woche schon recht gut genuetzt und soviel wie moeglich unternommen. Leider habe ich ja im Moment kein Auto. Ich hoffe, dass J. wenn er nachhause kommt ein bisschen Zeit hat fuer solche Probleme. Dann koennte ich auch mehr mit den Kindern unternehmen… Naja, jedenfalls habe ich die Zeit trotzdem gut genuetzt: Ich war schon ein paar Mal in Cambridge (dem groesseren Nachbarort) wo ich die wunderschoene Harvarduniversitaet angeguckt habe und im JF KennedyPark spaziert bin. Und natuerlich habe ich das kleine, aber feine Belmont erforscht: Ich war schon im Pool, habe mir eine Bibliothekskarte besorgt und Buecher und Filme ausgeliehen. Dann war ich bei der Bank of America und habe mir ein gratis Studentenkonto einrichten lassen. Ausserdem war eine Frau der Aupairorganistion schon bei mir zu Besuch um alles zu besprechen und ich habe mich auch schon mit anderen Au Pairs aus der Gegend verabredet. Die T.s haben mir auch schon eine Kreditkarte gegeben und am Montag bekomme ich meine Debitkarte von meinem eigenen Konto. Ach und ich habe ein neues Handy mit Vertrag bekommen, weil mein altes hier nicht richtig funktionieren wuerde (man koennte keine Karte reintun). Mir soll`s recht sein, es kam naemlich gratis mit dem Vertrag und ist wunderschoen gruen. Garnicht schlecht fuer die eine Woche wo ich hier wohne, gell?!
Hier ist es immernoch ganz schoen heiss (ca 30C) und das ist manchmal doch ziemlich anstrengend. A.T. meinte es wird im August auch noch heisser! Aber J. hat eine Klimaanlage gekauft zum in mein Zimmer einbauen, ich hoffe er hat bald Zeit dazu…
Mir geht es bisher hier also wirklich gut! Meine Gastfamilie ist topp: Sie geben sich echt Muehe, dass ich mich wohl fuehle und A.T. hat auch schon gesagt, ich darf mit dem Zimmer alles moegliche anstellen und umdekorieren, wenn ich mich dann wohler fuehle. Und sie ist ganz begeistert von dem Gedanken, dass ich das Bad huebscher gestalten koennte (aber im moment habe ich fuer solche Projekte selbst auch keine Zeit, das muss wohl warten bis die Maedels im September wieder in die Schule gehen). Die Gegend hier gefaellt mir auch echt gut, es sieht alles genauso aus wie in den Amerikanischen Filmen! Wobei ich bisher glaube ich nur die huebschesten Eckchen gesehen habe, da Belmont und Cambridge zu den reichesten Vororten Boston`s gehoeren.
Naja, das war jedenfalls mein erster Bericht von meiner Einlebungsphase ueber dem grossen Teich, ist doch laenger geworden als erwartet. Ich halte dich auf jeden Fall auf dem laufenden was sich hier so tut. Und wenn ich mal laenger keine Zeit finde zu schreiben, dann wird der naechste Brief dafuer umso spannender!
Jetzt muss ich mich mal verabschieden, ich muss heute naemlich A. von ihrem Aquariumcamp in Boston abholen. Ob wohl jemand diesen Bericht bis zum Ende gelesen hat?!
1 Kommentar bis jetzt
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Though I knew almost everything already, I read it till the end ;p
(well, almost every word^^) not bad for a Dutch girl huh?^^ Maybe next time I’ll give it a try to comment in German but it’s way too hot to think today xD
Kommentar von Saskia August 6, 2008 @ 5:43Even better: I understood every word of it!
Lots of love! xx